Depression, Erschöpfung und Burnout

Nebelige Landschaft mit schwachem Sonnenlicht

„Die Stille, in der ich nichts ausdrücke, weil ich nichts empfinde.“

— Karl Jaspers

Manchmal fehlt selbst für alltägliche Dinge die Kraft. Was früher Freude gemacht hat, lässt einen gleichgültig, soziale Kontakte werden anstrengend und auch nach ausreichend Schlaf bleibt die Erschöpfung. Wenn Niedergeschlagenheit, innere Leere oder Antriebslosigkeit über längere Zeit anhalten, kann eine Depression dahinterstehen.

Auch ein Burnout kann mit tiefer Erschöpfung und dem Gefühl einhergehen, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Häufig entwickelt es sich im Zusammenhang mit anhaltender beruflicher Überlastung. Depression und Burnout können ähnliche Beschwerden verursachen, sind jedoch nicht gleichzusetzen.

Wie sich Depression und Erschöpfung zeigen können

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit, innere Leere oder Gereiztheit

  • Antriebslosigkeit und das Gefühl, dass alles zu viel wird

  • Verlust von Interesse und Freude

  • Tiefe Erschöpfung, die sich durch Ruhe und Erholung kaum bessert

  • Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und anhaltendes Grübeln

  • Selbstzweifel, Schuldgefühle oder das Gefühl, wertlos zu sein

  • Sozialer Rückzug

  • Körperliche Beschwerden sowie Veränderungen von Appetit oder Gewicht

Da auch körperliche Ursachen ähnliche Beschwerden verursachen können, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Psychotherapie und ärztliche Behandlung können einander gut ergänzen.

Der psychoanalytische Blick auf Depression und Burnout

Aus psychoanalytischer Sicht gibt es nicht die eine Ursache für eine Depression. Jede Depression hat ihre eigene Geschichte, in die Erfahrungen, innere Konflikte und Lebensumstände einfließen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, welche Symptome ein Mensch entwickelt, sondern auch, welche persönliche Bedeutung sie in seiner Lebensgeschichte haben.

Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel können sich gegenseitig verstärken, bis selbst die Vorstellung, dass sich etwas verändern könnte, unerreichbar scheint.

Auch bei einem Burnout interessiert uns neben der äußeren Belastung, wie ein Mensch mit Anforderungen, Erwartungen und den eigenen Grenzen umgeht. Welche Bedeutung hat Leistung für das Selbstwertgefühl? Wann wird es schwierig, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen? Und was geschieht, wenn die bisherigen Möglichkeiten, mit Belastungen umzugehen, nicht mehr ausreichen?

In der Therapie gehen wir gemeinsam der Frage nach, wie sich diese innere Situation entwickelt hat und welche Erfahrungen, Beziehungsmuster oder Konflikte möglicherweise damit verbunden sind.

Ein erster Schritt

In einem unverbindlichen Erstgespräch können wir über Ihre aktuelle Situation sprechen und gemeinsam klären, ob eine psychoanalytische Psychotherapie für Sie passt.

Das Erstgespräch findet in meiner Praxis in 1200 Wien statt.

Wie das Setting aussieht und was es kostet, finden Sie hier.

In akuten Krisen oder bei Suizidgedanken erhalten Sie rund um die Uhr Unterstützung bei der Telefonseelsorge unter 142 und beim Sozialpsychiatrischen Notdienst unter 01 31330. Bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie bitte den Notruf 144.

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